Myriam Quiel
Malerei
27.01. – 22.06.2008
Myriam Quiels Bildwelten scheinen sich ganz im Diesseits unserer Realität abzuspielen. Bis ins Detail durchgearbeitet führt uns die Künstlerin eine Dingwelt vor Augen, deren Bestandteile uns bekannt sind: Wir sehen Spielzeug, technisches Gerät, Möbel und Dinge des Alltags. Doch ist die vermeintlich harmlose Kinderzimmeratmoshäre der Gemälde trügerisch. Angesichts der doppelbödigen Dramatik der Bilder schlägt unsere Wahrnehmung rasch um. Im gleichen Maß, wie uns die Werke mit unzähligen Details anlocken, lässt uns die Künstlerin vor ihren Bildern allein, (…) Unser Blick wird auf absurde Konstellationen lebloser Dinge gelenkt, deren Anordnung uns schockiert, beunruhigt oder doch zumindest Rätsel aufgibt. (…) Die Künstlerin präsentiert uns eine Scheinwelt, in der vor Kraft strotzende Supermanntypenleicht bekleidete Barbies umwerben oder in der debil wirkende Theaterpuppen ganze Spielzeugbataillone am Wohnzimmertisch gegeneinander in Stellung gebracht haben. (…) Myriam Quiel erschafft in ihren Bildern eine Welt zwischen Realität und Fiktion, Melancholie und Horror, sowie akademischer Malerei und Populärkultur.
(aus: Nils Ohlsen „ Bühne oder Tatort? Die Bildwelten der Myriam Quiel“ in „Myriam Quiel. Förderpreis Malerei2007 der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg“)
Kuratiert von Thomas Trümper.