Potpourri IV
19.07. – 13.09.1998

Der Kunstverein Bremerhaven verfügt über eine eigene Sammlung, mit Kunstwerken aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die meiste Zeit des Jahres befindet sich die Kunstwerke für die Öffentlichkeit unzugänglich in den Archivräumen des Vereins. Nur einzelne Exponate verlassen die Kunsthalle für verschiedene Großausstellungen im In- und Ausland. In unregelmäßigen Abständen gibt es jedoch die Möglichkeit Teile der Sammlung in einer Sonderausstellung zu sehen. Die Zusammenstellung ist jedes mal unterschiedlich. Bunt gemischt hängen dann ein Selbstbildnis von Heinrich Vogeler neben einem abstrakten Bild von Gerhard Richter, Bilder von Fritz Overbeck, Otto Modersohn oder Paula Modersohn-Becker neben zeitgenössischer Malerei von Karin Kneffel oder Michael Bach.
Zeitlich spannt sich die Ausstellung von der romantischen Malerei des 19. Jahrhunderts, etwa von Carl Maria Nikolaus Hummel oder Oswald Achenbach, über die schon erwähnten Worpsweder bis in die Gegenwart. Die künstlerische Entwicklung der Nachkriegszeit wird dokumentiert durch Künstler aus dem Umfeld der Gruppe Zero, der nachfolgenden Generation von Franz Erhard Walther, Jürgen Partenheimer, Ulrich Rückriem oder Blinky Palermo, bis zu der jüngeren Künstlergeneration von Elisabeth Wagner, Andreas Slominski oder Katharina Wulff. Arbeiten regionaler Künstler, Bilder von Norbert Schwontkowsky oder Achim Bertenburg, sind ebenso vertreten wie Kunstwerke ausländischer Künstler so von Henk Visch oder Adrian Schiess.
Die Mischung hat Methode. Aus dem Nebeneinander von Altem und Neuen ergeben sich spannungsreiche Kontraste oder erstaunliche Bezüge. Gerade dieses Spiel mit den Möglichkeiten ist es, das die Ausstellung über die Möglichkeit hinaus auszeichnet, sonst selten präsentierte Kunstwerke sehen zu können.

Kuratiert von Jürgen Wesseler.