Rolf Bienentreu
Spiegelungen
09.10. – 13.11.2005

Rolf Bienentreu ist 1951 in Duisburg geboren. Die Schulzeit verbringt er an unterschiedlichen Schulen, studiert Philosophie und Theaterwissenschaften, 1980 schließt er ein Medizinstudium in Berlin ab. Seit 1985 ist er Kinderarzt. Parallel zu seiner Tätigkeit als Arzt bleibt er der Kunst verbunden und realisiert eigene Arbeiten auf den Spuren von Tapies und Beuys. Seine erste Ausstellung „Gesammelte Gegenstände aus einem Divan“ wird 1980 in Berlin gezeigt. Es folgen weitere Ausstellung in Berlin und anderen Orten im In- und Ausland, darunter auch in Bremerhaven. „Aprilheiland Erotik der Orte“ lautet 1983 der Titel seiner ersten Ausstellung in Bremerhaven. Es folgten: „Aprilheiland Erotik der Gegenstände“ in Bremerhaven und Rotterdam 1984, „zwei Selbstbildnisse“ in Bremerhaven 1990, sowie “Tiefe Spiegel” im Jahre 1999.

Bei der neuerlichen Ausstellung handelt es sich um das Narzissmusthema, der Künstler sucht sich in seinem Werk und findet sich nicht, das Publikum sucht den Künstler und findet nur seine eigenen Projektionen, der Künstler fragt das Publikum dass es ihm sage wer er sei und es ist vergeblich, schon lange verloren in der Zeit. Spiegel über Spiegel, nur Suche, keine Antwort.

Es werden Arbeiten der letzten 6 Jahre ausgestellt, mit Tinte getränkte Arvenbretter, welche durch 10 – 15 Lackschichten verspiegelt sind, Fotographien, welche von Landschaften oder Personen wiederum in diesen Spiegeln angefertigt sind, schließlich ein Kurzfilm, gedreht in Genua. Bienen-treu hat mir der Zeit das Register der Arte povera gewählt, um von der menschlichen Seele zu er-zählen in ihren zerbrechlichen und geheimen Refugien. Einführende Worte spricht Anna Caterina Bellati, Journalistin und Kunsthistorikerin aus Mailand.

Kuratiert von Anne Schmeckies.