Achim Hoops
Bilder und Zeichnnug
04.03. – 08.04.2001
Achim Hoops gehört seit Jahren zu den bekannten Größen in der Hamburger Kunstszene. 1953 vor den Toren der Stadt in Tornesch, Schleswig-Holstein, geboren, unterrichtet Achim Hoops seit nunmehr 15 Jahren an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) in Hamburg, an der er Ende der 70er Jahre selbst studiert hat. Nach verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen in Hamburg, Bonn und Berlin, ist dieses seine erste Ausstellung im Lande Bremen.
„Bilder und Zeichnungen“ lautet der lakonische Titel der Ausstellung in der Kunsthalle Bremerhaven, in der über 50 zumeist kleinformatige Bilder und farbige Zeichnungen gezeigt werden. Der einfache Titel erscheint zunächst etwas unentschlossen und auf nichts mehr als auf die Gegenstände und die Technik zu verweisen, die in der Ausstellung zu sehen sein werden. Doch er deutet durch-aus auf mehr, denn Achim Hoops zeichnet nicht nur. Er lotet mit seiner Arbeitsweise zugleich den Übergang zwischen Bild und Zeichnung aus. Die, mit farbigen Stiften gezeichneten, Bilder von Achim Hoops treten dem Betrachter nicht mehr in der Form klassischer Zeichnungen entgegen, sondern viel eher in der Art gemalter Bilder.
Auffällig sind auch die Farb- beziehungsweise Helligkeitskontraste in seinen Arbeiten. Sie wirken wie Momentaufnahmen aus einem Filmnoir, dramatisch ausgeleuchtete Filmszenen, in einer Stadt während der Dämmerung oder der Nacht. Bedeutungsschwere Augenblicke, wie es scheint, Ort mit einer besonderen Aura, durchaus realistisch und doch nicht greifbar, gezeichnete Bilder in bester filmischer Dramaturgie. Der Hamburger Kunstkritiker Jens Asthoff schreibt dazu: „Hoops versteht die einzelnen Arbeiten als einen zusammenhängenden Bilderkosmos. Ohne so etwas wie einen “Zyklus” zu bilden, unterhalten die Arbeiten aneinander einen gewissermaßen erzählerischen und atmosphärischen Bezug. Zwar stehen sie in keiner vorweggenommenen “Erzählfolge”, aber die Bilder fügen sich im Ganzen wie romanhaft zueinander.
Die gegenständliche Schilderung in den Arbeiten konzentriert sich dabei stehts auf einzelne ganz gewöhnliche Dinge oder (zumeist nächtliche) Szenen, wobei die Darstellung von Licht- und Beleuchtungssituationen eine große Rolle spielt. Durch das Licht in den stets menschleeren Szenerien können die Dinge wie Erscheinungen gesehen werden.“ Dieser „zusammenhängende Bildkosmos“, die filmische Assoziation wird von Achim Hoops bei der Präsentation seiner Arbeiten in der Kunsthalle aufgenommen. Im kleinen Raum zeigt er erstmals eine Videoprojektion seiner abgefilmten Bilder. Neben Bildern und Zeichnungen kommt damit ein drittes künstlerisches Ausdrucksmittel zum tragen, nämlich der Film
Kuratiert von Ralph Hinz.