Gereon Krebber
wollte könnte sollte
14.09. – 02.11.2008

Der Kunstverein Bremerhaven von 1886 zeigt Arbeiten des Bildhauers Gereon Krebber (geb. 1973). Gereon Krebber studierte zunächst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tony Cragg und Hubert Kiecol, bevor er seine Studien am Royal College of Art in London fortsetzte. Er lebt und arbeitet in Köln und London.

Das bevorzugte Arbeitsmaterial des Künstlers sind alltägliche Gebrauchsmaterialien wie bunte Luftballons, Frischhaltefolie oder Haferflocken. Was Krebber interessiert, ist die formale Logik der Materialien, ihre räumliche Qualität oder ihre Oberflächenbeschaffenheit.

Form und Funktion der Skulpturen Krebbers sind nicht klar bestimmbar. Sie sind weder Repräsentation eines bekannten Objektes noch die Vorführung der Materialwelt und ihrer formalen Gestaltungsmöglichkeiten, sie sind weder nur Oberfläche noch ganz plastischer Körper.

Diese Uneindeutigkeit wirft uns auf uns selbst zurück. In der betrachtenden Auseinandersetzung mit dem Objekt erkennen wir, was das Ästhetische an seiner Form ist. Es ist nicht das perfekte Handwerk und die überzeugende sinnliche Gestaltung des Objektes, es ist die Tatsache, dass wir diese Form kognitiv hinsichtlich der möglichen Bedeutung, die sich mit ihr verknüpfen lassen, in Bewegung versetzen können.

Die Arbeiten von Krebber nehmen Gegebenheiten als Gelegenheiten: Aus dem Anlass entwickelt Krebber bezugs- und assoziationsreich Formen, die sich eigenständig behaupten.

Kuratiert von Klaus Becké.