Henk Visch
Skulptur und Zeichnung
25.11. – 30.12.2001

Der Kunstverein zeigt eine Ausstellung mit Skulpturen und Zeichnungen von Henk Visch. Henk Visch (geb. 1950 in Eindhoven) gehört zu den führenden Vertretern zeitgenössischer Kunst in den Niederlanden. Seine Ausbildung hat Henk Visch Ende der 60er Jahre an der königlichen Akademie für Kunst und Formgebung in Hertogenbosch begonnen und dort unter anderem freie Grafik studiert. Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten in New York (USA) und Fontevraud (Frankreich) war er von 1984 bis 1987 als Dozent an der Reichsakademie für bildende Kunst in Amsterdam und im Anschluss bis 1991 an der Jan van Eijk Akademie in Maastrich tätig. 1994 erhielt er eine Professur an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. Während seiner Lehrtätigkeit blieb er als Künstler tätig und hat die Niederlande 1988 auf der Biennale in Venedig vertreten so-wie 1992 an der Dokumenta IX in Kassel teilgenommen. 1996 wurden seine Skulpturen in das renommierte Freilichtmuseum für Bildhauerkunst in Middelheim bei Antwerpen aufgenommen. Auch in Bremerhaven ist Henk Visch kein Unbekannter. Bereits zweimal, 1994 und 1997, wurden Arbeiten von ihm im Kabinett für aktuelle Kunst ausgestellt. 1996 und 1998 nahm er am Wettbewerb für Kunst am Bau im Rahmen der Erweiterung der Hochschule Bremerhaven und der Erweiterung des Deutschen Schiffahrtsmuseums teil. Vielen Mitgliedern des Kunstvereins ist er durch seine Skulptur „Das Lächeln“ bekannt, die 1994 mit Hilfe von Spendengeldern angekauft und mehrere Jahre im Eingangsbereich der Kunsthalle ausgestellt werden konnte.
Im Mittelpunkt der jetzigen Ausstellung stehen ebenfalls Skulpturen. Es handelt sich um eine Gruppe von Bronzeskulpturen mit dem Titel „Die Unbeweglichen“. Sie sind nach seinem ehemaligen Entwurf für den Kunst-am-Bau-Wettbewerb anlässlich der Erweiterung der Hochschule Bremerhaven entstanden. Die Ausstellung besitzt dadurch einen unmittelbaren Bezug zu Bremerhaven. Wir freuen uns, die Skulpturen in der Nachbarschaft zur Hochschule präsentieren zu können. Die bildhauerische Arbeit wird durch Zeichnungen ergänzt. Sie tragen ebenso wie die Skulpturen die ironisch, surrealistische Handschrift des Künstlers. Die Ausstellung konnte Dank der Unterstützung durch die Niederländische Botschaft in Berlin realisiert werden.

Kuratiert von Jürgen Wesseler.