Jerry Zeniuk
Neue Bilder
02.06. – 21.07.2002

Jerry Zeniuk ist in der Kunstszene kein Unbekannter. Der Amerikaner, Jahrgang 1945, der in New York und München lebt und arbeitet gilt als Vertreter der so genannten „Fundamentalen Malerei“. Vergleichbar zu Künstlern wie Brice Maden, Robert Ryman, Raimund Girke oder auch Katharina Grosse arbeitet er an der Weiterentwicklung des „Color Field Painting“, der Farbfeldmalerei in der Tradition der amerikanischen Malerei nach 1950. Seit Mitte der 1970er Jahre wurden seine Arbeiten in Deutschland ausgestellt. Bereits 1977 nahm er an der „dokumenta 6“ in Kassel teil. Es folgten Ausstellungen in Paris, Düsseldorf, München, Hamburg oder New York. Kunstwerke von ihm befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen. 1990 zeigte die Kunsthalle Bremen schließlich eine erste Retrospektive. Doch für eine Retrospektive scheint es noch zu früh. Denn Jerry Zeniuk, der seit 1993 eine Professur für Malerei an der Akademie für bildende Künste in München inne hat, zeigt in seiner Arbeit, dass sich die Auseinandersetzung mit der Farbe noch nicht erschöpft hat. „Farbe“, so hat Jerry Zeniuk einmal gesagt, „gleicht einem unbegrenzten Vokabular“. Gleich einem Buch, dessen Wörter, Sätze und Kapitel sich aus einem begrenzten Umfang von Buchstaben aus dem Alphabet zusammen setzten, ergibt sich aus wenigen Grundfarben eine unendliche Variationsbreite. Diese Möglichkeit faszinieren den Maler nach wie vor. In der Ausstellung in der Kunsthalle Bremerhaven werden seiner jüngeren Arbeiten gezeigt, großformatige Bilder, die zum Teil erst in diesem Jahr entstanden sind.

Kuratiert von Jürgen Wesseler.