Sergej Jensen
Malerei
09.05. – 13.06.2004

Sergej Jensen, geb. 1973 in Maglegaard/Dänemark, gehört zu den jüngeren Vertretern der zeitgenössischen Malergeneration. Nach dem Studium bei Prof. Thomas Bayrle an der Städelschule, Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Berlin. Mit Ausstellungen in Frankfurt, München und Berlin machte er seit Ende der 90er Jahre auf sich aufmerksam. Im Jahre 2000 war er bei der Ausstellung „Deutsche Kunst in Moskau“ vertreten, 2001 bei einer Ausstellung in der Frankfurter Schirn oder 2003 in der Ausstellung „deutschemalereizweitausenddrei“ im Frankfurter Kunstverein, die einen viel beachteten Überblick über die aktuelle deutsche Malergeneration lieferte.

Von den meisten jungen, zeitgenössischen Malern hebt sich Sergej Jensen durch seinen eigenwilligen Umgang mit den Materialien ab. So ist bei ihm zum Beispiel die Leinwand nicht nur Träger eines von ihr unabhängigen, in konservativer Technik ausgeführten Farbauftrages, sondern sie ist ein bewusst eingesetzter Teil des gesamten Erscheinungsbildes. Karola Grässlin, Kunstverein Braunschweig, bietet deswegen auch an, dass Jensens „Privat-Ikonografie aus reduzierten Formen, Resten von Perspektive, fast bastlerisch anmutender Materialspielerei und Abgetragenheit“ deswegen auch „als Kommentar auf eine bunte Warenwelt wie auch auf eine aktuelle Malerei, die eine als fassbar und verbindlich gedachte Wirklichkeit vorstellt“ lesbar ist.

Kuratiert von Jürgen Wesseler.