Der Briefwechsel - Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn
Lesung
18.08.2026, 18 Uhr
Der Briefwechsel - Paula Modersohn-Becker / Otto Modersohn
„Ich möchte ihn kennenlernen, diesen Modersohn!“
Tagebuch Paula Becker, 24. Juli 1897
„In der Grundanschauung verwandt - in den Äußerungen verschieden.“
Tagebuch Otto Modersohn, 8. Dezember 1900
Bisher waren es nur die Gedanken von Paula Modersohn-Becker, die man in Briefen und Tagebucheinträgen lesen konnte. Nun werden erstmals auch unveröffentlichte Briefe, Tagebucheinträge und Karten von Otto Modersohn publiziert. Herausgeber sind die beiden Stiftungen, die das Werk und den Nachlass der Künstler betreuen, die Paula Modersohn-Becker-Stiftung in Bremen und die Otto Modersohn-Stiftung in Fischerhude.
In dieser neuen Edition des Insel Verlags Berlin unter der Herausgeberschaft von Antje Modersohn und Wolfgang Werner vereinen sich nun die Sichtweisen beider Persönlichkeiten zu einem Dialog. Damit erhält die Öffentlichkeit einen tiefen und intimen Einblick in die Gedankenwelt beider Kunstschaffenden und in das bisher häufig spekulativ interpretierte Eheleben, dessen Basis vor allem eine ausgeprägte Neugier und große Leidenschaft für die Kunst war.
Der Briefwechsel umfasst den Zeitraum von 1895, dem Jahr der ersten Begegnung Paula Beckers mit der Malerei Otto Modersohns in einer Ausstellung der Kunsthalle Bremen, bis zum Jahr 1908, in dem die Erschütterung der Familie und Freunde nach dem Tod Paula Modersohn-Beckers im November 1907 schriftlichen Ausdruck findet. Den diversen Veröffentlichungen und zahlreichen Biografien über die Malerin, wird nun eine fundierte Primärliteratur an die Hand gegeben, die neue Perspektiven auf die individuellen Charaktere von Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn sowie deren von großem Respekt getragenen Beziehung zueinander eröffnen.
Hinzu kommt etwas sehr Subjektives, ein Identifikationsmoment, das die Geschichte von Paula und Otto Modersohn so interessant und aktuell macht.
Die seit Jahren mit dem Thema vertrauten Schauspieler, Verena Güntner und Robert Levin lesen Passagen aus dem Briefwechsel.