Katharina Wulff
Malerei
22.03. – 19.04.1998
Dem aufmerksamen Betrachter ist nicht endgangen, daß sich in Berlin in den neunziger Jahren langsam eine junge Kunstszene entwickelt, die über den lokalen Raum hinaus Aufmerksamkeit weckt und endlich den Erwartungen an Kunstanstöße aus einer Stadt dieser Größe und exponierten Lage gerecht wird. Einige Verterter dieser sich rasch entwickelnden Kunstszene haben mittlerweile über die Grenzen Deutschlands hinweg Anerkennung gefunden. Katharina Wulff ist ebenfalls eine Mitglied dieses Kreises. Ihre „materialistischen-krustigen“ Ölbilder zeigen einmal mehr, daß Malerei nach wie vor ein Mittel der Kunst sein kann.
Katharina Wullff nutzt die Möglichkeiten der Malerei, um sie den scheinbar schnell zu erkennenden, eindeutigen Motiven als Korrektiv entegegen zustellen. „Der Genuß am Erkennbaren wird durch Tilgung und Leerstellen gestört. Mit einem auf den Kopf gestellten Hang zur Direktheit werden Blumen wie pastoses Fleisch präsentiert, zeigen sich flächige Reste eiens architektonischen Konstruktivismus als dem Schwarz abgerungene Sonne-Mond-und-Sterne-Oase und werden überbelichtete, ins Flächige zurückverwiesene Figuren vorgeführt, deren ausgewischte Individualität mit der schwelgerischen Suggestivität räumlicher Details konkurriert“ (Gerrit Gohlke, 1997)
Kuratiert von Jürgen Wesseler.